Projekt Orgelsanierung Heilig Kreuz

Die Degginger Dorfkirchen-Orgel ist ein besonderes Kleinod, ein Unikat und wie alle großen Orgeln akustisch eigens für den Raum gebaut, in dem sie erklingt. Sie besticht besonders durch ihren Farbenreichtum, helle, strahlende und glitzernde Klänge. Qualitativ hochwertige Kirchenmusik hat in Deggingen seit Jahrzehnten Tradition. Orgelkonzerte, Orchestermessen und Schola und Kirchenchor Heilig Kreuz haben eine Strahlkraft weit über die Kreisgrenzen hinaus.

Unser „Juwel“ brauchte jedoch einen neuen Glanz, eine umfassende Renovation war dringend erforderlich. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf rund 335.000 Euro. Davon sollen 135.000 Euro durch Spenden finanziert werden. Die Veranstaltungsreihe "Orgel trifft..." unterstützt die Finanzierung der Sanierung mit verschiedenen Kulturangeboten.

Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen mit Ihrer Spende, Ihrem Konzertbesuch oder guten Ideen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Kommen Sie gerne auf uns zu unter: unserjuwel(at)gmail.com

Orgel trifft...

„Orgel trifft..“ heißt unsere Veranstaltungsreihe zur Orgelsanierung in Heilig Kreuz.

Die nächsten Veranstaltung findet am Samstag den 12.09.2026 statt.

Weitere Informationen zur nächsten Veranstaltung können Sie hier finden.

Der Weg zur neuen Orgel mit barockem Charakter und moderner Technik

Die 1698−1700 von Johann Wiedemann II erbaute Pfarrkirche Heilig Kreuz zählt mit ihrer „Innenausstattung zu den qualitätsvollsten Barockschöpfungen im Landkreis“, so der frühere Kreisoberarchivrat Walter Ziegler. Blickt man beim Besuch der Pfarrkirche vom Chorraum aus nach hinten, so verschmilzt die Ansicht der Orgel, der sogenannte Orgelprospekt, in kunstvoll barocker Gestaltung mit dem in den Jahren 2017/18 frisch renovierten Kircheninnenraum.

In der schmucken Barockkirche hat qualitativ hochwertige Kirchenmusik hat eine lange Tradition. Orgelkonzerte, Orchestermessen, Schola und Kirchenchor der Kirchengemeinde Heilig Kreuz sind weit über den Landkreis hinaus bekannt.

Eines der wichtigsten Grundelemente hierbei, die in den 1980er Jahren erbaute Heissler-Orgel, jedoch schwächelte schon seit vielen Jahren. Von Beginn an waren technische und klangliche Mängel vorhanden. Zuletzt war nur ca. die Hälfte der 26 Register nutzbar, da eine Wartung und Stimmung auf Grund der schlechten Zugänglichkeit nicht möglich war. Gutachten von Orgelsachverständigen wie auch Orgelbauern bestätigen seit über 30 Jahren, dass ein Umbau des Instruments erst das volle Potential zur Geltung bringen und den Brückenschlag vom Barock über die Romantik bis zur Moderne ermöglichen würde. Die Grundstimmung der Orgel war zudem so tief ausgelegt, dass in den Wintermonaten ein Zusammenspiel mit anderen Instrumenten, beispielsweise bei der traditionellen Orchestermesse zu Weihnachten, nahezu unmöglich war. Hinzu kam, dass die Elektronik veraltet und in Teilen nicht mehr zulässig war. Ein Umstand, der einen neuen Spieltisch erforderlich machte.

Orgelbaumaßnahmen erfordern die Beteiligung verschiedenster Funktionsträger und ein aufwändiges Genehmigungsverfahren, und nicht zuletzt eine sorgfältige Finanzierungsplanung. Orgelsachverständige und Experten der Diözese erachteten in langer Vorlaufzeit die Restauration der Orgel der Pfarrkirche für dringlich. Zugleich wurde auf Seiten der Pfarrgemeinde das Projekt auch wirtschaftlich mit viel Idealismus und Engagement durch den Aufbau eines Finanzstocks durch Benefizkonzerte und Spenden über viele Jahre vorbereitet. Konkret in Angriff genommen werden konnte dieses Projekt jedoch erst nach der Renovierung des Turms und der Pfarrkirche, die 2017 abgeschlossen wurde. Am 4. November 2020 beschloss der Kirchengemeinderat einstimmig, den Auftrag für die kostspielige Orgelsanierungsmaßnahme mit Genehmigung der Diözese an die Firma Wiedenmann im oberschwäbischen Eberhardzell-Oberessendorf zu vergeben. Dabei war es Ziel, bei der technischen Erneuerung den barocken Prospekt zu erhalten.

Aufgrund voller Auftragsbücher konnte erst im Jahr 2023 mit begonnen werden.

Nach Ostern 2023 erfolgte der Ausbau der Orgel durch die Firma Wiedenmann. Nur holzschnittartig können wir hier die feine Handwerkskunst des Orgelbauers aufführen: In der Orgelbauwerkstatt beginnend wurde in den folgenden Monaten das gesamte Pfeifenwerk generalgereinigt, Stimmvorrichtungen überprüft und repariert, ebenso alle Holzpfeifen gerichtet und Risse ausgespant und eine umfassende Schimmelpilzbehandlung ausgeführt. Neben dem Bau von drei neuen Windladen und dem Einbau von Registerzugmagneten bei allen Windladen, standen auch ein neues Gebläse sowie die Neuanfertigung von Kanalanlage, Trägerwerk, Bälge und Schwellergehäuse sowie der Neubau eines Spieltisches auf der Arbeitsliste. Der Aufbau des Pfeifenwerks wurde neu konzipiert, die Prospektpfeifen neu aufpoliert, bevor ab dem 30. Oktober 2023 fristgerecht mit dem Einbau der ersten Teile in der Kirche begonnen und über die vergangenen Wochen abgeschlossen wurde.